OK-Jollen WM 2026 in Kopenhagen

203 Segler aus 14 Nationen nahmen an der diesjährigen Weltmeisterschaft auf dem Öresund in Kopenhagen teil.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Bootsklassen erlebt die OK- Jolle seit einigen Jahren einen enormen Boom. 

Viele gute Segler aus anderen Klassen sind auf die quirlige Jolle aufmerksam geworden und lieben den Wettkampf, Mann gegen Mann bzw. Frau, ein bisschen zurück zu den Wurzeln des Segelsports.

Am Samstagnachmittag das Boot hinter das Wohnmobil gehängt und ab ging es in Richtung Kopenhagen wo wir dann gegen 4:00 Uhr eintrafen und erst mal ein wenig schlafen mussten. Die Vermessung des Bootes, der Segel, und das restliche Equipment ging dann recht schnell, bei mir war alles in Ordnung und so stand der Teilnahme nichts mehr im Wege.

Am Abend wurde die WM dann feierlich im Königlich dänischen Yachtclub eröffnet. Auf dem Programm standen 10 Wettfahren von je ca. 70 Minuten, also zwei am Tag von Montag bis Freitag. Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl wurde in zwei Gruppen gestartet. Die erste Gruppe fuhr einen äußeren Kurs und 20 Minuten später die zweite Gruppe einen Inneren, so dass man sich nicht in die Quere kam. Da jeder Segler eine gute Startposition erreichen wollte, kam es zu einigen Frühstarts, so dass die Wettfahrtleitung die schwarze Flagge hisste, was bedeutet das ein Frühstarter für die Wettfahrt disqualifiziert wird.

Der erste Tag lief für mich recht gut, ich hatte mich für die rechte Seite entschieden und lag damit auch ganz richtig und so endete der erste Wettkampftag für mich auf Platz 130, womit ich mehr als zufrieden war. Das Wetter hätte insgesamt etwas besser sein können, mit 12- 16 Grad Luft und 14 Grad Wassertemperatur war es schon recht kühl. Windstärken zwischen 3-6 Bft. sorgten für einen ordentlichen Muskelkater am Abend.

Am dritten Wettkampftag zog am Start ein Spanier vor mir an, so dass ich mitfahren musste, das Ergebnis war, wir hatte beide einen Frühstart und waren somit für die Wettfahrt nicht dabei, die zweite Wettfahrt lief so lange gut, bis ich auf dem Raumgang bei 5 Bft. von meinem Boot abgeworfen wurde mit dem Resultat einer schönen Luvkenterung. Bei den hohen Wellen dauerte es recht lange das Boot wieder aufzurichten und mit einem Kahn voll Wasser fährt man halt nicht mehr so schnell. An dem Tag hätte ich auch zu Hause bleiben können.

Am letzten Tag war wieder ordentlich Druck in der Luft, ich bin aber gut über den Parcours gekommen und letztendlich auf Platz 154 gelandet. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, wenn man bedenkt welche Segelgrößen hier so am Start waren.

Die dänischen Gastgeber haben sich von ihrer besten Seite gezeigt, nach jedem Wettfahrttag gab es Einlaufbier und etwas Warmes zu Essen, eine schöne WM 2026.


Petra und ich haben danach noch eine Woche Urlaub in Dänemark gemacht und Kräfte für das nächste Event, die Kieler Woche, gesammelt. 

Viele Grüße, Heiner

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